Wollten Sie schon immer wissen was ein Gleitlager ist?

29 Sep von Admin

Wollten Sie schon immer wissen was ein Gleitlager ist?

Um gegeneinander bewegliche Bauteile zu führen, benötigen Sie Lager. Anhand der Wirkprinzipien werden Lager in zwei Gruppen unterteilt: Wälzlager und Gleitlager. Beim Gleitlager haben beide Bauteile direkten Kontakt. Das Lager umschließt die bewegliche Welle radial. Ob Sie ein Schmiermittel zufügen müssen oder nicht, hängt vor allem vom Material des Lagers und dem gewünschten Verwendungszweck ab. Aufgrund der dennoch auftretenden Gleitreibung und dem damit verbundenen Materialverschleiß sollten Sie bei der Wahl eines Lagers einiges beachten.

Bei einem Gleitlager auftretende Reibung

Sie können sich die Reibung zwischen Lager und Welle leicht vorstellen, wenn Sie Ihre Handflächen aneinander reiben. Sind Ihre Hände trocken, dann ist der Widerstand, gegen den Sie arbeiten müssen, am größten. Es tritt eine Trockenreibung auf und die Reibungsenergie wird schnell in Wärmeenergie umgewandelt. Diese Festkörperreibung bewirkt, dass Welle und Lager schnell verschleißen, wenn das Material ungünstig gewählt ist. Daher werden solche Lager vor allem aus Materialien gefertigt, die schmierende Eigenschaften haben – wie Graphit, spezielle Metalllegierungen oder Kunststoffe. Geben Sie etwas Seife zwischen Ihre Hände, dann ist der Reibungswiderstand geringer. Die auftretende Reibungsart ist Flüssigkeitsreibung, da sich zwischen Ihren Händen ein Film ausbildet und kein direkter Kontakt zustande kommt. Bei einem Gleitlager, das nach diesem Prinzip arbeitet, wird eine so genannte Vollschmierung mit Ölen verwendet. Dazu wird das Öl durch kleine Kanäle mit hohem Druck zwischen Lager und Welle gepresst.

Eigenschaften eines Gleitlagers mit Vollschmierung

Wie Sie sich sicher vorstellen können, ist die Gleitreibung bei Lagern mit Vollschmierung wesentlich geringer als bei ungeölten Lagern. Dies bedeutet auch, dass wesentlich weniger Wärme auf Welle und Lager übertragen werden. Gleichzeitig können Sie mit einem geringeren Verschleiß der Bauteile rechnen. Generell sollten Sie aber beachten, dass bei stärkerer Belastung auch Mischreibung auftreten kann. Das bedeutet, dass der Schmierfilm an einigen Stellen so dünn wird, dass Lager und Welle punktuell aneinander reiben. Daher ist es wichtig, dass Sie darauf achten, die zulässige Höchstlast des Gleitlagers nicht zu überschreiten.

Wo Gleitlager eingebaut werden

In Ihrem Auto sind eine Menge Gleitlager verbaut. Nicht nur in den Achsen, sondern vor allem im Motor stecken sehr viele solcher Bauteile. Schiffsschrauben werden mit Gleitlagern geführt. Turbinen in Stromkraftwerken dienen der Kraftübertragung. Ohne Gleitlager geht da nichts. Kurz: Überall dort, wo Wellen und Achsen zum Einsatz gekommen, die in irgendeiner Art Führung benötigen, werden Sie Gleitlager finden. Auch, wenn Sie vielleicht selber eine Seifenkiste bauen, kann es sein, dass Sie Gleitlager verwenden. Während die Lager in Motoren und Turbinen vorwiegend aus Metall sein werden, können Sie für Ihre Seifenkiste auch ein Kunststofflager benutzen. Diese sind leicht zu reinigen, korrosionsbeständig und funktionieren oft ohne ein Schmiermittel wie Öl zufrieden stellend.

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